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Ausflugsziele rund um das Drachenhaus

Sie glauben, im Odenwald gibt es vor allem Wald?

Stimmt. Davon haben wir reichlich. 😉

Aber schauen Sie ruhig noch einmal genauer hin.

Im Odenwald können Sie
über eine stillgelegte Bahnstrecke draisinieren,
zwischen gewaltigen Felsen herumklettern,
Burgen entdecken, unter die Erde verschwinden
oder einem Drachen begegnen, der ausnahmsweise nicht bei uns wohnt.

Und gleich nebenan wartet die Bergstraße mit Fachwerk,
Weinbergen und Städten wie Heppenheim und Weinheim.
Auch Heidelberg ist vom Drachenhaus aus schnell erreicht.

Vielleicht überrascht Sie unsere Ecke ja ein wenig.

 

Für einen Spaziergang oder eine Wanderung
brauchen Sie bei uns zunächst einmal nur zwei Dinge:

Schuhe und die Haustür.

Das Drachenhaus liegt direkt am Waldrand
und von hier aus können Sie einfach loslaufen.
Kleine Runde mit dem Hund, ein längerer Spaziergang oder hinauf Richtung Tromm
und das Schöne dabei ist, dass sich Ihr Auto auch erholen darf.

Weil rund um unsere Wege immer wieder kleine Bachläufe durch den Wald führen,
findet sich unterwegs meistens auch eine Stelle,
an der zumindest die Hundepfoten einmal ins Wasser können.

Wer etwas weiter hinaus möchte, findet im Odenwald natürlich noch mehr.
Das Felsenmeer gehört dazu, ebenso besondere Wanderwege, Aussichtspunkte
und sogar eine Welt unter der Erde.

Ein paar meiner Tipps habe ich Ihnen hier zusammengestellt.

 

Hinauf zur Tromm

Wenn Sie gerne etwas länger unterwegs sind, können Sie direkt vom Drachenhaus durch den Wald hinauf zur Tromm laufen.

Oben angekommen wartet seit einigen Jahren der neue Trommturm. Wer die Stufen hinaufsteigt, wird mit einem ziemlich weiten Blick belohnt. Bei guter Sicht reicht er über das Weschnitztal und die Rheinebene bis weit in die Ferne.

Für mich gehört die Tromm vor allem deshalb hierher, weil Sie dafür nicht erst ins Auto steigen und zu einem Wanderparkplatz fahren müssen.

Sie können einfach bei uns an der Haustür loslaufen.

Weitere Informationen finden Sie beim Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald.

 

Und wenn Sie oben auf der Tromm stehen, schauen Sie ruhig einmal genauer hin.

 

Von da oben kannst du Drachen fliegen sehen.

Jede Nacht,
wenn Lichtgestalten,
im Schein des Mondes
nicht mit bloßem Auge zu erkennen sind,
kommen sie aus ihren Höhlen.

Drachen, Wichtel und die Dabbe,
um sich oben
auf der „Tromm“ im Odenwald
zu versammeln.

In jeder dunklen, klaren Vollmondnacht,
geben die Alten ihr Wissen an die Jungen weiter.
Erzählen von
Krieg und Frieden,
Liebe und Leid,
Hass und Neid,
Angst und Schmerz.

Du kannst sie hören,
wenn sie ihre Geschichten über das Leben und den Tod erzählen.

Du kannst sie sehen,
im Schein des Mondes
als Lichtgestalt,
wenn die dunklen Wolken sich verziehen.

Du kannst den Wind ihrer Flügelschläge spüren,
wenn sie anmutig, leise und sacht ihre Kreise ziehen,
durch die dunkle, klare Vollmondnacht,
über den Baumwipfeln auf der Tromm im Odenwald.
© marionkydt

 

Wenn im Felsenmeer ein Riese grummelt

Warum im Lautertal so viele gewaltige Felsen übereinanderliegen?

Die Geologen haben dafür eine Erklärung.
Die Odenwälder auch.

Der Sage nach lebten einst zwei Riesen auf gegenüberliegenden Bergen.
Irgendwann gerieten die beiden in Streit und taten etwas,
das man auch unter Riesen vermutlich nicht als besonders vernünftige Konfliktlösung bezeichnen würde:

Sie bewarfen sich gegenseitig mit Felsen.

Einer der beiden hatte offenbar den besseren Steinvorrat.
Sein Gegner wurde unter den Felsblöcken begraben.
Und dort soll er bis heute liegen.

Manchmal, so erzählt man sich,
kann man ihn unter den Steinen noch grummeln hören.

Ich kenne diese Geschichte schon sehr lange.
Und ich habe sie im Laufe der Jahre ein kleines bisschen weitererzählt.

Wenn es im Felsenmeer regnete, hatte der Riese eben Schnupfen.
Waren die Felsen im Winter mit Eis bedeckt, war seine Heizung ausgefallen.
Und manchmal musste man auf den Steinen ganz leise sein.

Schließlich konnte niemand so genau wissen, unter welchem Felsen er gerade schlief.😉

Vielleicht hören Sie bei Ihrem Besuch ja einmal genauer hin.

 

Felsenmeer Lautertal

Das Felsenmeer ist ganzjährig frei zugänglich.
Wer möchte, kann sich seinen Weg über die gewaltigen Felsblöcke nach oben suchen.
Es gibt aber auch Wege rund um das Felsenmeer, wenn Ihnen eher nach Wandern als nach Klettern ist.

Weitere Informationen finden Sie beim Felsenmeer-Informationszentrum Lautertal.

 

 

Mein Lieblingsort: Rund um die Burg Rodenstein

Es gibt Orte, die empfehle ich Ihnen, weil sie sehenswert sind.

Und dann gibt es Orte, an die ich selbst immer wieder gerne zurückkehre.

Rodenstein gehört für mich dazu.

Rund um die Burgruine führen Wege durch den Wald,
vorbei an Bachläufen, Felsen und alten Plätzen,
an denen Geschichten manchmal fast wichtiger sind als Wegweiser.

Denn hier ist der Rodensteiner unterwegs.

Der Sage nach zieht er mit seinem wilden Heer durch die Lüfte
zwischen den Burgen Rodenstein und Schnellerts.
Früher soll sein Erscheinen großes Unheil und bevorstehende Kriege angekündigt haben.

Heute begegnet man ihm zum Glück etwas ungefährlicher.

Auf dem Pfad der Rodensteinsagen erzählen Tafeln unterwegs von den alten Geschichten dieser Gegend.
Und genau das mag ich dort besonders.
Man läuft nicht einfach nur durch den Wald.
Plötzlich weiß man,
warum ein Ort einen bestimmten Namen trägt
oder welche Geschichte sich die Menschen hier seit Generationen erzählen.

Auch der Fallende Bach liegt in dieser sagenreichen Landschaft.
Und irgendwo zwischen Wald, Felsen und Geschichten kann es passieren,
dass man selbst etwas entdeckt, das auf keiner Tafel steht.

Ich habe dort einmal einen Felsen fotografiert, der für mich aussieht wie Kassiopeia aus MOMO.

Seitdem sitzt sie für mich dort im Odenwald.

Wenn Sie also gerne wandern und dabei nicht nur Kilometer zählen möchten,
sollten Sie sich rund um Rodenstein ruhig etwas Zeit lassen.

Vielleicht entdecken Sie dort ja Ihre eigene Geschichte aus dem Odenwald.

 

Sagenwanderweg Fels der aussieht wie Kassiopeia aus Momo