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Städte & Bergstraße

Mittelalterliche Städte, Fachwerk, kleine Gassen
und lebendige Marktplätze,

rund um das Drachenhaus gibt es viele sehenswerte Städte zu entdecken.

Mal durch verwinkelte Gassen schlendern,
auf einem Marktplatz sitzen oder einfach schauen,

was sich hinter der nächsten Ecke verbirgt.

 

Weinheim – die Zweiburgenstadt

Weinheim ist eine Stadt, für die ich mir immer wieder gerne etwas mehr Zeit nehme.
Rund um den historischen Marktplatz lässt es sich gemütlich durch die Altstadt schlendern,
bevor es weiter in den Schlosspark geht.

Direkt an den Schlosspark grenzt der Exotenwald.
Zwischen mächtigen Mammutbäumen und seltenen Baumarten aus aller Welt kann man fast vergessen,
dass die Altstadt nur wenige Schritte entfernt liegt.
Drei ausgeschilderte Rundwege führen durch den etwa 60 Hektar großen Wald.

Und wer Weinheim einmal von oben sehen möchte, hat gleich zwei Möglichkeiten:
Die Burgruine Windeck und die Wachenburg liegen oberhalb der Stadt
und machen Weinheim nicht umsonst zur Zweiburgenstadt.

 

Heppenheim – Fachwerk und alte Gassen

Heppenheim gehört für mich zu den Städten, durch die man am besten ohne großen Plan schlendert.
Rund um den historischen Marktplatz führen kleine Gassen durch die Altstadt,
vorbei an liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern und immer wieder zu einem Platz,
an dem man einfach ein wenig bleiben möchte.

Eine Besonderheit entdeckt man am besten, wenn es langsam dunkel wird:
Auf dem Laternenweg erzählen mehr als 150 Scherenschnitte i
n den Straßenlaternen Geschichten aus der hessischen Sagenwelt.

So begegnen einem beim Spaziergang durch die Altstadt
Drachen, Riesen und andere sagenhafte Gestalten.

 

Erbach – Elfenbein und modernes Design

Erbach ist weit über den Odenwald hinaus für seine Elfenbeinschnitzerei bekannt.
Graf Franz I. brachte das Handwerk im 18. Jahrhundert in die Stadt,
wo es lange Zeit eine große Bedeutung hatte.
Heute erzählt das Deutsche Elfenbeinmuseum im Erbacher Schloss von dieser besonderen Tradition und zeigt,
was aus dem Material mit viel Geduld und handwerklichem Können entstehen kann.

Nur wenige Minuten entfernt geht es wesentlich moderner zu.
In der Koziol Glücksfabrik kann man im Erlebnismuseum der Geschichte des Erbacher Familienunternehmens folgen,
einen Blick in die heutige Produktion werfen und anschließend im großen Shop nach Nützlichem,
Schönem und Dingen stöbern,
von denen man vorher noch gar nicht wusste, dass man sie unbedingt braucht.

Für eine Pause zwischendurch gibt es dort auch ein Café.

 

Michelstadt – Fachwerk und Geschichte

Michelstadt gehört zu den Orten, die ich immer wieder gerne besuche.
Gerade zur Vorweihnachtszeit ist sie einfach zauberhaft. 
Rund um das historische Rathaus von 1484 führen kleine Gassen durch die Altstadt,
vorbei an Fachwerkhäusern, der alten Kellerei und dem Diebsturm.
Hier lohnt es sich, den direkten Weg einfach einmal zu vergessen und sich treiben zu lassen.

Etwas außerhalb der Altstadt, im Stadtteil Steinbach,
steht mit der Einhardsbasilika ein ganz besonderes Stück Geschichte.
Die fast 1200 Jahre alte Basilika stammt aus der Zeit Karls des Großen
und zählt zu den wenigen noch erhaltenen karolingischen Bauwerken in Deutschland.

Und wer nach so viel Geschichte noch etwas süßes braucht,
kann anschließend noch bei hitschies vorbeischauen.
Der Werksverkauf ist tatsächlich weiterhin in Michelstadt.

 

 

 

Amorbach – kleine Stadt mit großer Abtei

Amorbach ist eine kleine Barockstadt,
bei der man schon beim Spaziergang durch die Altstadt einiges zu entdecken hat.
Der eigentliche Schatz liegt für mich aber am Schlossplatz:
die Fürstliche Abtei Amorbach.

Schon die prächtige Abteikirche ist einen Besuch wert.
Bei einer Führung öffnen sich zusätzlich die Türen zum Grünen Saal
und zur Fürstlichen Bibliothek mit ihren rund 30.000 Bänden.
Und wer die berühmte historische Orgel nicht nur sehen, sondern auch hören möchte,
kann sonntags an einer Führung mit Orgelvorspiel teilnehmen.

 

Miltenberg – Fachwerk am Main

Miltenberg ist eine dieser Städte, bei denen schon der Weg durch die Altstadt zum eigentlichen Ausflug wird.
Besonders schön ist der historische Marktplatz,
besser bekannt als Schnatterloch, mit seinem Marktbrunnen und den alten Fachwerkhäusern.
Von dort führen kleine Gassen durch die Altstadt und immer wieder hinunter zum Main.

Über der Stadt liegt die Mildenburg.
Wer den Weg nach oben nicht scheut,
wird mit einem schönen Blick über Miltenberg und das Maintal belohnt.

Und noch eine kleine Besonderheit findet sich mitten in der Altstadt:
Das „Gasthaus zum Riesen“ gilt als Deutschlands älteste Fürstenherberge.
Könige, Fürsten und andere hohe Herrschaften kehrten hier schon vor Jahrhunderten ein.

 

Worms – Nibelungen, Dom und jüdisches Erbe

Worms gehört zu den ältesten Städten Deutschlands
und Geschichte begegnet einem hier beinahe auf Schritt und Tritt.
Unübersehbar ist der mächtige Wormser Dom,
doch die Stadt ist vor allem auch eng mit der Sage der Nibelungen verbunden.

Seit 2026 gibt es im Museum der Stadt Worms im Andreasstift
eine neue Dauerausstellung rund um die Nibelungen.
Sie erzählt von Liebe, Verrat und Untergang und davon,
warum Worms im Nibelungenlied eine so wichtige Rolle spielt.

Ganz andere Spuren führen durch das jüdische Worms.
Gemeinsam mit Speyer und Mainz gehört die Stadt zu den SchUM-Stätten,
die seit 2021 UNESCO-Welterbe sind.
Besonders beeindruckend ist der „Heilige Sand“, der älteste erhaltene jüdische Friedhof Europas.

 

Gottersdorf – eine Reise in den alten Odenwald

Wie lebten und arbeiteten die Menschen früher im Odenwald?
Im Odenwälder Freilandmuseum in Gottersdorf kann man sich davon ein ziemlich gutes Bild machen.
Historische Häuser, Höfe, Werkstätten und Gärten wurden hier zu einem kleinen Dorf zusammengefügt
und erzählen vom Alltag der Menschen in vergangenen Jahrhunderten.

Besonders interessant finde ich die alten Holzrauchdarren,
in denen früher Grünkern hergestellt wurde.
Auch eine historische Ziegelei mit Zieglerwohnung gehört zum Museum und zeigt ein Handwerk,
von dem heute kaum noch jemand weiß, wie es eigentlich funktioniert hat.

 

Manchmal sind es gerade die Dinge,
von denen man vorher noch nie gehört hat, die einen Ausflug besonders machen.
Eine alte Abtei, Elfenbeinschnitzerei, Grünkern oder ein Laternenweg voller Sagen,
rund um den Odenwald gibt es noch so einiges zu entdecken.

Und wenn Sie unterwegs einem Drachen begegnen, grüßen Sie ihn von mir.